Alle sind wer

Vom Hügel ist die nächste

Senke schon zu sehen,

eben noch stand er am höchsten,

bald ist er nicht mehr zu sehen.

Das Kornfeld leuchtet golden

vor dem blauen Meer,

die Kühe grasen auf der Weide,

niemand ist hier wer.

Aus der Senke ist der nächste

Hügel schon zu sehen,

eben noch stand er am tiefsten,

bald ist er von überall zu sehen.

Zusammen

Er sieht sie von Weiten.

Sie ist verloren in Einzelheiten.

Er winkt und ruft.

Sie schaut und sucht.

Gefunden.

Er läuft auf sie zu.

Sie erwartet ihn in Ruh

mit ausgebreiteten Armen

freudestrahlend.

Nun ist sie nah,

er ist fast da.

Kein Gedanke.

Ein Gedanke.

Er springt.

Aus vollem Lauf.

Mit voller Kraft.

Mit allem, was er hat.

Sie fängt ihn auf.

Sie fallen sanft,

er in ihren Armen.

Das Licht des Leuchtturms

Das Licht des Leuchtturms dreht

verlässlich seine Runden,

als er am Wasser steht

in den frühen Morgenstunden.

Auf nun steigt die Sonne

gemächlich aus dem Meeresblau

auf nun steigt die Sonne

verschwindet bald im Wolkengrau.

Eine Welle höher als die meisten,

trifft ihn im Gesicht,

sie war zu sehen von Weitem,

zu sehen war sie nicht.

Ein letzter Blick aufs Meer

Und das Schiff verlässt den Hafen,

wehmütige Freude

Möwen sitzen auf den Steinen

sehnsuchtsvolles Warten.

Die Sonne scheint, es regnet,

Tropfen fallen schwer.

die Möwen kreisen einen Bogen,

eine nur fliegt hinterher.

Eine Mutter klettert mutig

auf den Steinen bei starkem Wind

sie hält ängstlich an der Hand

ein vor Freude jauchzendes Kind.

Am Horizont verschwunden

der Kaffee auch fast leer,

ach, wären sie nur ungebunden,

ein letzter Blick aufs weite Meer.