Fließende Ruhe

Ich blicke auf die grünen Hügel der Vogesen,

Nebel steigt aus dem Tal herauf,

an die Scheiben peitscht der Regen.

Der Ofen wärmt, die Vögel zwitschern,

ich denke, an das Plätschern des Rheins,

an die Natur als Spiegel meines Seins.

Wie die Flüße fließen,

wie die Wolken ziehen,

wie die Hügel im Nebel verschwinden,

wie die Vögel weiterziehen.

So klar und so bewusst,

breitet sich in mir die Einsicht aus,

wahre Ruhe ist stets im Fluß.

Alle sind wer

Vom Hügel ist die nächste

Senke schon zu sehen,

eben noch stand er am höchsten,

bald ist er nicht mehr zu sehen.

Das Kornfeld leuchtet golden

vor dem blauen Meer,

die Kühe grasen auf der Weide,

niemand ist hier wer.

Aus der Senke ist der nächste

Hügel schon zu sehen,

eben noch stand er am tiefsten,

bald ist er von überall zu sehen.

Zusammen

Er sieht sie von Weiten.

Sie ist verloren in Einzelheiten.

Er winkt und ruft.

Sie schaut und sucht.

Gefunden.

Er läuft auf sie zu.

Sie erwartet ihn in Ruh

mit ausgebreiteten Armen

freudestrahlend.

Nun ist sie nah,

er ist fast da.

Kein Gedanke.

Ein Gedanke.

Er springt.

Aus vollem Lauf.

Mit voller Kraft.

Mit allem, was er hat.

Sie fängt ihn auf.

Sie fallen sanft,

er in ihren Armen.