Ein Zyklus

Ein Tag fließt dahin,

läuft wie die Welle 

eines stillen Sees

geräuschlos aus,

kein Brausen, kein Tösen.

 

Kein Fazit.

 

Obwohl ich nur 

Andeutungen, keine 

Umsetzungen fand, 

als ich sehnend suchte

in den Höhen 

in den Tiefen 

meines Innern,

nach den Räumen,

die dort flimmern, 

ob sie vermögen 

ein lichterlohes Feuer

zu entfachen,

nach den Begrenzungen,

die dort wachen,

nach den un- und ausgeschöpften

Möglichkeiten.

 

Kein Fazit.

 

Ich werde weiter suchen 

und weiter. 

 

Kein Fazit.

 

Obwohl ich ahne,

die Suche wird nicht enden. 

Niemals dürfte am Ende eines 

Tages ein Fazit stehen,

wahrscheinlich nicht

einmal am Ende 

eines Lebens.

Schließlich bleibt

der Startpunkt, die Weite

eines jeden Weges unbekannt,

Eltern und Ahnen 

übergaben unerkannt 

im endlosen Staffellauf 

der Zeit.

 

Kein Fazit. 

 

Meine Suche dennoch 

nicht vergebens. 

Sie deckt auf und wieder zu,

ruht aus, braust auf,

bis ans Ende meines Lebens,

das nie zu Ende ist,

bis ans Ende meines Lebens

das kein Ende ist,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s