Ein Geheimnis (2007)

Zum ersten Mal sah ich Augen wie die seinen,

ein unergründliches dunkelbraunes Schwarz,

umwoben von einem Geheimnis,

das ich nicht zu erschließen vermochte,

spürte ich die keimende Trauer,

die langsam gen Seele tropfte.

In der Tiefe schlummerten Tränen,

die vermögten über Nacht,

ein kleines Rinnsal zu verwandeln

in einem reißenden Bach.

Ich hörte sie sagen:

„Niemand kann ihm folgen,

er ist bereits auf dem Weg,

nur der Hüter kann sehen,

was du nicht verstehst.“

Da wünschte ich mir,

lastete seine Schwere doch auf mir,

sie nimmt ihn mit hinab,

an mir prellte sie ab.

Und schon schwappten Tränen und Trauer

Hand in Hand über den Rand,

rissen es mit, trugen es fort,

an den letzten unbekannten Ort.

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