Auf dem Hügel

Jeden Sonnabend kauft er

Äpfel auf dem Markt

schenkt sie ihm ein Lächeln

fragt, wie seine Woche war.

Er würde gern berichten

was ihn die Woche bewegte

wie er auf seinem Arbeitswege

in Gedanken Blumen für sie pflückte.

Doch er murmelt nur „Gut.“

schaut verlegen nach unten

reicht ihr das Geld und mutig

einen Zettel, auf dem steht:

„In Gedanken pflück ich jeden Tag Blumen für dich.“

Und darunter seine Nummer.

Während er noch vor ihr steht

antwortet sie sichtlich bewegt:

„Wir sehen uns morgen um 11 Uhr

auf dem Hügel im Eppendorfer Park

ich bringe dir Blumen mit

und du mir einen Wochenbericht.“

Es wartet warmherzig der Sinn

Eben noch in wachen Träumen

schau ich in den Himmel blau

vereinzelt ziehen Wolken

zu schnell, um sie zu deuten.

Unscharf tanzt der Schnee

im Vordergrund und

unscharf meine Gedanken

im Hintergrund und

unscharf fällt der Schnee

kaum merklich

manch Flocke steht gar

im wehenden Wind

vor den noch kahlen Bäumen

weder erwachsen noch Kind

sehnsüchtig in leeren Räumen

wartet warmherzig der Sinn

eben noch in wachen Träumen

auf der Straße fährt wer Rad

zur Arbeit durch den Schnee

eben noch lag ich wach

wiegst mich nun in deinen Armen

wohin der Wind mich trägt

wiegst mich nun in deinen Armen

ohne, dass ich je versteh.

Ein tanzender Tag

Der Tag fühlt sich an

wie ein improvisierter Tanz

schwere Aufgaben fallen leicht

vom Kopf in die Füße klingen

seicht schwingende Liebesgrüße

des Herzens zum Bauch unverbraucht

kreuz und quer schüttelnd

an den Naturgesetzen rüttelnd

Beine schlagen Haken

die Arme tragen einen Flik Flak

die Hüften bebend

im Takt schwebend

der Bauch singt

mit weit geöffneten Mund

ein Lied erklingt

laufend

springend

über den Bürgersteig

hallt es weit und breit

inmitten der Leute

alles kann gelingen

nichts misslingen

heute.