Ein regnerischer Tag

Es bricht Wolke um Wolke

dicht fällt der Regen

am Morgen, am Mittag, am Abend

fällt dicht der Regen

prasselt an die Fensterscheiben

wir bleiben im Bett

spüren nach, dämmern weg

hören zu dem steten Treiben

der Regen fällt dicht

peitscht an die Fensterscheiben

Wolke um Wolke bricht

wir sehen zu dem regen Treiben

dicht fällt der Regen

wir liegen wach, dämmern weg

bleiben im Bett

am Morgen, am Mittag, am Abend.

Fließende Ruhe

Ich blicke auf die grünen Hügel der Vogesen,

Nebel steigt aus dem Tal herauf,

an die Scheiben peitscht der Regen.

Der Ofen wärmt, die Vögel zwitschern,

ich denke, an das Plätschern des Rheins,

an die Natur als Spiegel meines Seins.

Wie die Flüße fließen,

wie die Wolken ziehen,

wie die Hügel im Nebel verschwinden,

wie die Vögel weiterziehen.

So klar und so bewusst,

breitet sich in mir die Einsicht aus,

wahre Ruhe ist stets im Fluß.

Die sieben Wege

Ich sitze auf einer Bank

an einer Kreuzung im Wald

sechs Wege,

sie führen hinein,

sie führen hinaus.

 

Die Bäume schützen

vor dem prasselnden Regen,

vereinzelt finden Tropfen

ihren Weg durch dieses

nicht ganz dichte Dach,

wandern auf den Blättern,

fallen von den Blättern.

Auf mich herab.

Immer wieder.

Und doch harre ich aus.

Bis der Regen geht.

Bis die Sonne heraus

kommt.

 

Ich sitze auf dieser Bank

an dieser Kreuzung im Wald

sechs Wege,

sie führen hinaus,

sie führen hinein.