Ein letzter Blick aufs Meer

Und das Schiff verlässt den Hafen,

wehmütige Freude

Möwen sitzen auf den Steinen

sehnsuchtsvolles Warten.

Die Sonne scheint, es regnet,

Tropfen fallen schwer.

die Möwen kreisen einen Bogen,

eine nur fliegt hinterher.

Eine Mutter klettert mutig

auf den Steinen bei starkem Wind

sie hält ängstlich an der Hand

ein vor Freude jauchzendes Kind.

Am Horizont verschwunden

der Kaffee auch fast leer,

ach, wären sie nur ungebunden,

ein letzter Blick aufs weite Meer.

Eine neue Heimat

Er reißt eine 

alte Heimat ein,

es musste sein,

sonst wäre das Haus

nach all den Jahren bald  

zusammengefallen. 

 

Viel Staub, darunter 

kein Vergessen.

 

All die alten Erinnerungen,

die wahren und

echten,

traurigen und

fröhlichen,

außer- und 

gewöhnlichen.

 

All die neuen Erinnerungen,

die warten, 

erlebt zu werden,

nach den Scherben,

um nicht unerlebt 

zu sterben.

 

Der Baggerfahrer bietet

ihr eine Zigarette an,

Sie nimmt dankend an.

Ein erster tiefer 

genüsslicher Zug.

Voll vor Freude,

voll Wehmut.

 

Währenddessen spielt

ein Mann mit seiner 

Tochter auf der 

Baustelle Fußball.

 

So langsam kann 

sie sich das vorstellen.

Die weiße Feder

Ich schaue vom Deich

hinauf aufs Meer,

dort schiebt eine Fähre

sich langsam Richtung Föhr

gleich ist sie verschwunden.

 

Ich schaue hinunter

eine weiße Feder liegt

zwischen meinen nackten Füßen

auf dem grünen Gras

Ob sie dort eben auch schon lag?

 

Ich bücke mich,

hebe sie auf und

stelle fest, die Feder ist

nur vorne weiß,

hinten ist sie schwarz.

 

Ich lasse sie fallen mit

der schwarzen Seite oben

gleitet sie gen Boden,

und landet direkt zwischen

meinen nackten Füßen

auf dem grünen Gras

die weiße Seite oben.

 

Ich schaue vom Deich

hinauf aufs Meer,

dort schiebt eine Fähre

sich langsam Richtung Föhr

gleich ist sie