Smucke Steed

Vom Hügel aus der weiche Blick in Richtung Förde

gerahmt von Sonnenstrahlen und alten Bäumen

Gras hochgewachsen in den Zwischenräumen

säumen verwunschen Hortensien den Weg

reich an Geschichte steht

zurückhaltend hier die alte Schule

heute ein Hotel

lichtdurchflutet und hell

erhöht

in klarer Ruhe

hält inne des Lebens Hast

fällt ab des Alltags Last

unweit von Wasser und Strand

rauscht der Wind durch Blätter und Zeit

raunt, wie in lang geträumten Träumen

„Tue nichts. Es gibt nichts zu versäumen.“

krächzen hin und wieder leise die Möwen

es ist, als wäre es hier anders niemals je gewesen.

Hamsterrad

In dem Hamsterrad

lauf ich nicht mehr

vielmehr geh ich achtsam hin

und gehe achtsam her

in dem Hamsterrad

bleib ich oft stehen

schaue auf und schaue ab

es ist so viel zu sehen

in dem Hamsterrad

ein sehr weiter Schritt

wie schnell es sich jetzt dreht

doch natürlich halt ich mit

in dem Hamsterrad

geh ich nun sehr schnell

sehe kaum noch was

von dieser schönen Welt

ich gehe immer schneller

merke nicht, dass ich schon lauf

bis ich stolper und ich falle

aus dem Rad hinaus

und wie ich liege so daneben

wird mir auf einmal klar

neben mir das Leben

wie unachtsam ich war

dieser Gedanke eben

gibt mir neue Kraft

auf zum nächsten Anlauf

in das Hamsterrad

nur noch langsamer

nur noch achtsamer.

Mein Atem

Mein Atem strömt ein

mein Atem strömt aus

ich richte mein Bewusstsein aus

auf meinem Bauch

liegt meine linke Hand

die sich neigt und hebt

mit dem Bauch bewegt

den Rücken an der Wand

hör ich dem Atem zu

ohne, dass ich was tu

hör ich den Atem zu

ohne, dass ich was tu

strömt der Atem aus

strömt der Atem ein

mein Bewusstsein ist gerichtet

auf meinen Bauch.