Die lachende Möwe

Am Elbstrand sitze ich

eine Möwe zieht krächzend Kreise

Container krachen leise

der Wind rauscht laut

Wellen laufen aus

Schiffe schwer beladen

her tragen mich Gedanken

Bilder aus vergangenen Tagen

wie ich stand am Strand

im knöcheltiefen Schnee

getragen von Fernweh

von einer neuen Liebe

zwischen den Gewalten

gehalten von Heimweh

von einer alten Liebe

fallende Container poltern

Schiffe laufen leise aus

Wellen rauschen laut

im drehenden Wind

tragen Gedanken

mich nach Haus

was war und was ist

die Möwe lacht

mir zum Abschied

ins Gesicht.

An einem helllichten Tag

An einem helllichten Tag

lieg’ ich im hohen Gras,

ich schließe meine Augen.

Ein Gedanke fließt vorbei

an diesem heißen Tag

ich würd‘ ihm so gern glauben.

 

Ich liege nicht allein,

ich liege hier zu zweit,

schweigend der

Unendlichkeit entgegen.

 

Reden hieße Worte

Schweigen versetzt Orte,

vom hohen Gras Hand in

Hand in die Nacht zum Elbstrand.

 

Nackte Füße im Sand,

in den Ohren polternde Container,

in den Händen die wärmende Welt,

in den Augen leuchtende Lichter,

Trost und Sehnsucht spendend.

 

Schiffe senden ein letzten Gruß,

verabschieden sich dann schweigend,

schwimmen der Unendlichkeit entgegen,

sehnend nach Meerleben.

 

Ich liege dort allein,

ich liege nicht zu zweit,

schweigend der

Unendlichkeit entgegen.

 

An einem dunklen Tag

lieg’ ich im tiefen Sand,

ich schließe meine Augen.

Ein Gedanke fließt vorbei

an diesem kalten Tag

ich würd‘ ihm so gern glauben.