Spiel mit Orten

unter uns dieselbe Erde

zwischen uns dieselbe Kluft

über uns dieselbe Schwere

aus und ein dieselbe Luft

ein freundliches „hallo“

füllt den noch leeren Raum

ein wankendes „wieso“

hängt seidenleicht am Saum

es geht am Ende jede

anders auf die gleiche Weise

es geht zu Ende jeder

anders auf die gleiche Reise

über uns dieselbe Erde

zwischen uns dieselbe Kluft

unter uns dieselbe Schwere

ein und aus dieselbe Luft.

Rückblick auf die Lesung vom 22.9.22 in der Artstadt

Schön war meine kleine Lesung am Donnerstag, den 22.9.22, im Rahmen der Finissage der Ausstellung „Hamburger Lichtblicke“ von @wir_geben_hamburg_perspektive in der @art.stadt.

Ich nahm die Zuhörer:innen mit auf eine Reise durch Emotionen und Jahreszeiten, zB in die Gegenwart des Septembers:

„Regen fällt,
ich schaue zu,
wie er fällt,
mit aller Ruh.
Ich spür mein Blut
in meinen Adern,
ich spür mein Herz,
wie es schlägt,
ich spür den Sommer
und den Winter,
ich spür mein Bauch,
wie er sich neigt und hebt
unter meinem Atem.
Regen fällt,
ich höre zu,
wie er fällt,
mit aller Ruh.“

Und versuchte durch die folgenden Fragen immer wieder zum Nachdenken anzuregen.

„Wäre der Frühling
genauso schön
ohne den Winter
wäre er?“

„Bist du
mit Menschen
die dich nehmen
wie du bist
oder
bist du
mit Menschen
die dir nehmen
wer du bist
Bist du?“

„Wenn du dich befreist von
all deinen Eitelkeiten
und
all deinen Unwahrheiten
all deinen Beschränkungen
und
all deinen Verrenkungen
was bleibt?“

Und als Zugabe gab es die folgende Abschlussfrage mit auf den Weg:

„Würdest du
schlafen wollen
wenn du nicht
müsstest?“

Und:
Wäre er?
Bist du?
Was bleibt?

Und:
Würdest du?

Ein schön nachdenkliches Wochenende euch und bis zum 29.9. beim @das_lyrische_foyer in der @kunstklinik.hamburg 🙂

Euer Fritz