Der Blumenstrauß

Die Menschen kommen nach Haus

von der Arbeit nach dem Einkauf

was der Abend bringen mag

ob jemand auf sie wartet

nach diesem langen Tag

trägt die junge Frau

gelbe Blumen heim

er läuft in sie hinein

auf dem breiten Bürgersteig

sein Blick gerichtet nach oben

diese wunderbare Färbung

seine blauen Blumen

verteilt auf dem Boden

ihre gelben ebenfalls

gleichwohl lacht sie laut auf

und formt strahlend

einen leuchtend

blau-gelben

Strauß.

Du bist nicht deine Gedanken

Wenn du in Gedanken bist,

wo bist du dann?

Nicht hier bei mir,

mahnt sie ab und an,

wenn du in Gedanken bist.

Fragst du dich, warum du fliehst?

warum deine Gedanken dich

von hier wegzieh‘n?

Wenn nicht, frage ich.

Weil es nunmal so ist,

weil es ist, wie es ist.

Ja, es ist, wie es ist, erwidert sie,

aber deine Gedanken sind nicht,

du bist und nur

hier bei mir,

wenn du nicht in Gedanken bist.

Podcast – Folge 1 – Wer ich bin

Moin,

mein erster Podcast ist online. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist.

Yippie, yippie, yeah, yeah, yeah!!!

Oder was meint ihr?

Ich trage unter anderem drei meiner Gedichte („Pusteblumen“, „Tanz mit der Angst“ sowie „Gedankenkreise“) vor und erzähle etwas zu ihnen.

Will ich nun wöchentlich machen.

Einfach hier klicken:

Fritz Sebastian Konka · Podcast – Folge 1 – Wer ich bin

Danke fürs lesen, hören, kommentieren liken und kritisieren.

Euer

Fritz Sebastian Konka

Die Ruhe der Gedanken

Manchmal fällt mir nicht ein

Gedanke ein,

dann suche ich, doch

finde keinen Reim.

Manchmal findet ein

Gedanke mich,

ohne, dass ich suche

scheinbar aus dem Nichts.

Manchmal frag ich nicht,

woher er kommt, und

schreib ihn auf

ob Tag, ob Nacht

nehm ich ihn ernst und auf.

Manchmal frag ich nach

seinem Grund und

grübel länger nach,

ob ich versteh,

welch Gefühl

dahinterstehen mag.

Manchmal schieb ich

ihn zur Seite, hör ihm

nicht einmal zu,

stets kommt er dann wieder,

manchmal erst nach Jahren,

er will seine Ruh.

Fließende Ruhe

Ich blicke auf die grünen Hügel der Vogesen,

Nebel steigt aus dem Tal herauf,

an die Scheiben peitscht der Regen.

Der Ofen wärmt, die Vögel zwitschern,

ich denke, an das Plätschern des Rheins,

an die Natur als Spiegel meines Seins.

Wie die Flüße fließen,

wie die Wolken ziehen,

wie die Hügel im Nebel verschwinden,

wie die Vögel weiterziehen.

So klar und so bewusst,

breitet sich in mir die Einsicht aus,

wahre Ruhe ist stets im Fluß.

Alle sind wer

Vom Hügel ist die nächste

Senke schon zu sehen,

eben noch stand er am höchsten,

bald ist er nicht mehr zu sehen.

Das Kornfeld leuchtet golden

vor dem blauen Meer,

die Kühe grasen auf der Weide,

niemand ist hier wer.

Aus der Senke ist der nächste

Hügel schon zu sehen,

eben noch stand er am tiefsten,

bald ist er von überall zu sehen.

Eine alte Freundschaft

Aufm Fahrrad zum alten Schulfreund

Gegenwind trotz Windstille

Gedankenfilm, Gedankenkopf,

früher untrennbar eins wie Jekyll und Hyde,

über die Zeit schlief die Freundschaft einfach ein,

sein Umzug, aber nicht nur Orte verkomplizierten

auch unterschiedliche Lebenswege trennten

nach Jahren zog er nun zurück in die

niemals windstille Stadt des suchenden Wassers

der leuchtenden Lichter des sehnsüchtigen Hafens.

Gedankenfilm, Gedankenkopf.

Noch philosophisch wie damals,

als wir alles hinterfragten,

keine Antworten fanden,

nichts und niemanden verstanden?

Noch zynisch wie damals,

als wir spotteten, weil die so weise Frau

angeblich mit dem Winde Freundschaft schloss,

als ob das ginge und wenn doch

rauchten sie zum Frieden Pfeife?

Gedankenfilm, Gedankenkopf

Ob er mittlerweile Antworten fand oder

das Fragen aufgegeben hat?

Ob er mit dem Winde

Freundschaft schloss?

Ob wir Jekyll und Hyde

noch könnten, wenn

wir denn wollten?