Fließende Ruhe

Ich blicke auf die grünen Hügel der Vogesen,

Nebel steigt aus dem Tal herauf,

an die Scheiben peitscht der Regen.

Der Ofen wärmt, die Vögel zwitschern,

ich denke, an das Plätschern des Rheins,

an die Natur als Spiegel meines Seins.

Wie die Flüße fließen,

wie die Wolken ziehen,

wie die Hügel im Nebel verschwinden,

wie die Vögel weiterziehen.

So klar und so bewusst,

breitet sich in mir die Einsicht aus,

wahre Ruhe ist stets im Fluß.

Zusammen

Er sieht sie von Weiten.

Sie ist verloren in Einzelheiten.

Er winkt und ruft.

Sie schaut und sucht.

Gefunden.

Er läuft auf sie zu.

Sie erwartet ihn in Ruh

mit ausgebreiteten Armen

freudestrahlend.

Nun ist sie nah,

er ist fast da.

Kein Gedanke.

Ein Gedanke.

Er springt.

Aus vollem Lauf.

Mit voller Kraft.

Mit allem, was er hat.

Sie fängt ihn auf.

Sie fallen sanft,

er in ihren Armen.

Ein letzter Blick aufs Meer

Und das Schiff verlässt den Hafen,

wehmütige Freude

Möwen sitzen auf den Steinen

sehnsuchtsvolles Warten.

Die Sonne scheint, es regnet,

Tropfen fallen schwer.

die Möwen kreisen einen Bogen,

eine nur fliegt hinterher.

Eine Mutter klettert mutig

auf den Steinen bei starkem Wind

sie hält ängstlich an der Hand

ein vor Freude jauchzendes Kind.

Am Horizont verschwunden

der Kaffee auch fast leer,

ach, wären sie nur ungebunden,

ein letzter Blick aufs weite Meer.