„Niemand-jemand“ jetzt als E-Book & im Buchhandel

Mein erster Gedichtband mit 100 Gedichten aus den Jahren 2019-2021 jetzt nicht mehr nur in meinem Shop, sondern auch überall im Buchhandel erhältlich.

Und zudem als E-Book gerade für den absoluten Aktionspreis von nur 3,99€. Wenn das mal kein fairer Preis ist. Ich freue mich über jede einzelne Bestellung sehr und noch mehr über Rückmeldungen. 🙂

Habt es gut!
Euer
Fskonka

Niemand – jemand

Moin zusammen,

mein erster Gedichtband ist ab sofort im Shop erhältlich.

Dieser Gedichtband erzählt in 100 Gedichten aus den Jahren 2019-2021 die Geschichte von einem nicht ganz normalen Mann. Der immer wieder – teils bewusst, teils unbewusst – die Sicht eines Kindes einnimmt und sich in dem Gefühl ständig auf der Stelle zu treten, weiterentwickelt.

Unterteilt in neun Themenbereiche (1. Von mir, 2. Von der Natur als Spiegel, 3. Von Alltag und Sehnsucht, 4. Von Liebe und Freundschaft, 5. Von Vergänglichem 6. Von Geschichten und Menschen 7. Von der Stadt aus der Stadt, 8. Vom Lockdown – COVID-19, 9. Von zeitgenössischen Gedanken).

Jetzt im Shop direkt hier auf der Seite erhältlich.

Herausgeber: Books on Demand, 1. Edition

Sprache: deutsch

Taschenbuch: 126 Seiten

ISBN-10: 3755785541

ISBN-13: 978-3755785541

Abmessungen: 13,5 x 1.1 x 21,5cm

Viel Freude damit

Euer

fskonka

Mit dem Rad zur Arbeit

in der blauen Stunde

leuchtet das Tau

im Gras zwischen den Straßen

fallen im lauen Wind Blätter

die ich versuch zu fangen

nicht fange

werd langsam und langsamer

trotzdem nicht fange

steig ab und warte

bis eine Böe das nächste Blatt erfasst

vom fast leeren Ast tanzt es gen Erde

versuch es zu fangen

nicht fange

Versuch es so lang

bis ich zumindest ein Blatt

gefangen hab eins gefangen

warte bis der Wind es weht

aus meiner Hand

zu den anderen Blättern

die zuvor zu Boden

segelten unbemerkt

auf direktem Wege

mit dem Rad zur Arbeit

in der blauen Stunde.

Reise in die Vergangenheit

Ich war hier

zuletzt vor sieben Jahren

damals blühten

jetzt fallen die Kastanien.

Ich fühle die Bewegung

fühle auch die Angst

und trotzdem wage ich

diesen nächsten Tanz.

Das Schloss im Blick

und auch das Amtsgericht

vom Spielplatz her tönt Kinderlärm

wer sie und wir wohl heute wären

wenn du damals

nicht zu mir gehalten hättest

wenn du damals

mit ihm gegangen wärest.

In den Zweigen goldenes Lametta

Eine weiße Villa bei sternklarer Nacht

auf einem Hügel versteckt im Gelände

hinter alten Bäumen und Gestrüpp

am Ende des weichenden Weges

zugedeckt, verwunschen, dicht

tanzen wackelnd auf Sicht

unscharfe Schatten

wehen Flaggen

im flackernden Licht

der lodernden Flammen

von unzähligen Fackeln erhellt

leuchtet goldenes Lametta grell

in sich neigenden Zweigen

darunter ins hohe Gras

fallen vereinzelt Blätter suchen Hände

an diesem nicht endenden Spätsommertag

zählen jene vom Dach des morschen Schuppens

heimlich Sternschnuppen sich gegenseitig fragend

ob ihre Wünsche tragen, was die Zukunft bringen mag

Ein und aus

Ein Morgen im November sacht erwacht

Tau auf dem Brückengeländer

nach einer langen Nacht

über dem Wasser

schlief der Nebel

bis eben

tief

scheint das Sonnenlicht

bricht im sanften Wellenschlag

Kräuselungen und Spiegelungen

an dem noch jungen Tag

starten Gänse schnatternd

ich lebe, was ich hab‘

vor mir mein

eig‘ner Atem

ein und

aus.

Auf jener Bank im Park

Zwischen gelben Blättern

steht diese Bank im Park

auf der ich bis eben saß

und in einem Buche las

das du geschrieben hast

auf jener Bank im Park

ich sah dir manchmal zu

wie du schriebst mit großer Ruh

wie du Zeit und Raum vergaßt

auf jener Bank im Park

auf der ich bis eben saß

in deinem Buche las

Raum und Zeit vergaß

auf dieser Bank im Park

schlug ich in aller Ruh

nunmehr dein Buche zu.

Bis ich balanciere

An diesem sonnigen Tag
im frühen Herbst
sitze ich im leichten Winde
auf Metall, wie es hallt
unter meinen Fingern
die klopfen sanft und stark
im Wechsel die Beine
ausgestreckt und angewinkelt
sitze ich sicher nah am Rand
den Rücken an der Wand
während ich mit mir winde
die rechte Hand baumelt
über dem Hang
die linke ruht in der Jackentasche
eine Kastanie
ich könnte aufstehen
ich könnte balancieren
an diesem herrlichen Tag
im frühen Herbst
wärmt die Sonne leicht
so wie der Winde weht
gesammelte Regentropfen bewegt
die Äste biegen weich
hier sitz ich früh und spät
bis ich balanciere.

Fließende Ruhe

Ich blicke auf die grünen Hügel der Vogesen,

Nebel steigt aus dem Tal herauf,

an die Scheiben peitscht der Regen.

Der Ofen wärmt, die Vögel zwitschern,

ich denke, an das Plätschern des Rheins,

an die Natur als Spiegel meines Seins.

Wie die Flüße fließen,

wie die Wolken ziehen,

wie die Hügel im Nebel verschwinden,

wie die Vögel weiterziehen.

So klar und so bewusst,

breitet sich in mir die Einsicht aus,

wahre Ruhe ist stets im Fluß.

Die welken Blätter

Blätter, welk, liegen auf dem Boden,

sie fielen vor langer Zeit,

sie fielen eben von droben,

die welken Blätter auf dem Boden.

 

Sie lebten bis eben,

sie starben vor langer Zeit,

die welken Blätter auf dem Boden,

die fielen, wann, von droben.

 

Einst aus einer Knospe erwachsen

grün, satt und hell, schwangen

sie lebendig schaukelnd,

schwangen sie schnell im Wind.

 

Ehe sie schwebten,

wann,

von droben

ehe sie lagen,

dann,

auf dem Boden

die welken Blätter.