Von einem Traum

In einer Höhle,

es ist finster,

stockfinster.

Ich habe Angst,

so viel Angst.

 

Verzerrte Gestalten tanzen,

purzeln, walten sinnlos,

es hallt, hallt, hallt.

Ich habe Angst.

so viel Angst.

 

Ich renne schnell und schneller,

sie kommen nah und näher,

sie lächeln, breit und breiter.

Ich habe Angst,

so viel Angst.

 

Sie kreisen mich ein.

Immer enger.

Ich möchte schreien,

Ich habe Angst,

so viel Angst.

 

Sie umarmen mich.

So liebevoll, fast zärtlich.

Ich wache auf.

Ich habe Angst,

so viel Angst.

Die welken Blätter

Blätter, welk, liegen auf dem Boden,

sie fielen vor langer Zeit,

sie fielen eben von droben,

die welken Blätter auf dem Boden.

 

Sie lebten bis eben,

sie starben vor langer Zeit,

die welken Blätter auf dem Boden,

die fielen, wann, von droben.

 

Einst aus einer Knospe erwachsen

grün, satt und hell, schwangen

sie lebendig schaukelnd,

schwangen sie schnell im Wind.

 

Ehe sie schwebten,

wann,

von droben

ehe sie lagen,

dann,

auf dem Boden

die welken Blätter.

Die sieben Wege

Ich sitze auf einer Bank

an einer Kreuzung im Wald

sechs Wege,

sie führen hinein,

sie führen hinaus.

 

Die Bäume schützen

vor dem prasselnden Regen,

vereinzelt finden Tropfen

ihren Weg durch dieses

nicht ganz dichte Dach,

wandern auf den Blättern,

fallen von den Blättern.

Auf mich herab.

Immer wieder.

Und doch harre ich aus.

Bis der Regen geht.

Bis die Sonne heraus

kommt.

 

Ich sitze auf dieser Bank

an dieser Kreuzung im Wald

sechs Wege,

sie führen hinaus,

sie führen hinein.