Fließende Ruhe

Ich blicke auf die grünen Hügel der Vogesen,

Nebel steigt aus dem Tal herauf,

an die Scheiben peitscht der Regen.

Der Ofen wärmt, die Vögel zwitschern,

ich denke, an das Plätschern des Rheins,

an die Natur als Spiegel meines Seins.

Wie die Flüße fließen,

wie die Wolken ziehen,

wie die Hügel im Nebel verschwinden,

wie die Vögel weiterziehen.

So klar und so bewusst,

breitet sich in mir die Einsicht aus,

wahre Ruhe ist stets im Fluß.

Ein Zyklus

Ein Tag fließt dahin,

läuft wie die Welle 

eines stillen Sees

geräuschlos aus,

kein Brausen, kein Tösen.

 

Kein Fazit.

 

Obwohl ich nur 

Andeutungen, keine 

Umsetzungen fand, 

als ich sehnend suchte

in den Höhen 

in den Tiefen 

meines Innern,

nach den Räumen,

die dort flimmern, 

ob sie vermögen 

ein lichterlohes Feuer

zu entfachen,

nach den Begrenzungen,

die dort wachen,

nach den un- und ausgeschöpften

Möglichkeiten.

 

Kein Fazit.

 

Ich werde weiter suchen 

und weiter. 

 

Kein Fazit.

 

Obwohl ich ahne,

die Suche wird nicht enden. 

Niemals dürfte am Ende eines 

Tages ein Fazit stehen,

wahrscheinlich nicht

einmal am Ende 

eines Lebens.

Schließlich bleibt

der Startpunkt, die Weite

eines jeden Weges unbekannt,

Eltern und Ahnen 

übergaben unerkannt 

im endlosen Staffellauf 

der Zeit.

 

Kein Fazit. 

 

Meine Suche dennoch 

nicht vergebens. 

Sie deckt auf und wieder zu,

ruht aus, braust auf,

bis ans Ende meines Lebens,

das nie zu Ende ist,

bis ans Ende meines Lebens

das kein Ende ist,

Farbspritzendes Gewitter

Alltag weg,

Chaos da,

Euphorie nah.

Farbspritzendes Gewitter

Kreuz wechselnd quer

Ballons voll greller Farbe

platzen lassen

rot, gelb, pink

und blau

bedecken weiße Flächen

kleine bunte Flecken

selbst an den Decken

dabei tanzend einen

Ventilator zu

Ja, Paniks

zwischen 2 und 4

kreisen lassen und

mit zum Himmel

gestreckter Hand

in Hand mit hellen

Leuchtmalstiften

ein lila Pyrofeuerwerk

zünden als gebe es

kein Morgen.