Es wartet warmherzig der Sinn

Eben noch in wachen Träumen

schau ich in den Himmel blau

vereinzelt ziehen Wolken

zu schnell, um sie zu deuten.

Unscharf tanzt der Schnee

im Vordergrund und

unscharf meine Gedanken

im Hintergrund und

unscharf fällt der Schnee

kaum merklich

manch Flocke steht gar

im wehenden Wind

vor den noch kahlen Bäumen

weder erwachsen noch Kind

sehnsüchtig in leeren Räumen

wartet warmherzig der Sinn

eben noch in wachen Träumen

auf der Straße fährt wer Rad

zur Arbeit durch den Schnee

eben noch lag ich wach

wiegst mich nun in deinen Armen

wohin der Wind mich trägt

wiegst mich nun in deinen Armen

ohne, dass ich je versteh.

Über Felder

Ich gehe über Felder

am Morgen im Sonnenschein

strahlen die Wälder

ich gehe querfeldein

ich suche nach Störchen

ich gehe allein

auf dem Weg zurück

findet mich dieses Gedicht

meine Suche als Ziel

wo führt sie mich hin

übern Zaun und darunter

die Suche als Sinn

lenkt meine Gedanken

irgendwohin

gehe ich am Morgen

im Sonnenschein

auf der Suche

nach

Störchen

querfeldein.

Winter / Frühling

Ich steh auf einer kleinen Brücke

schau dem Wasser zu beim Fließen

hör den Vögeln zu beim Singen

bald beginnt es hier zu sprießen.

Gestern noch lag Eis und Schnee

ein Tag wie tiefster Winter

heute weht ein lauer Wind

nimmt Abschied von dem Winter

gleicht einem Frühlingskuss

überschwänglich voller Lust

trifft sich unser Atem in der Luft

der Duft des Aufbruchs.

Auf der Fensterbank

Ich sitze auf der Fensterbank

mit einem Kaffee in der Hand

vorbei zieht Rauch

Wind drückt an die Scheibe

trägt mich in mein Elternhaus

wie oft wog er mich dort

in den Schlaf

wie oft trug er mich fort

lag ich wach

wie oft küsste er mich

sacht in die Nacht

trägt mich in meine Studentenstadt

wie ich den Wind

als ständigen Begleiter

im Süden misste

den Gegenwind

der mich kaum

noch kitzelte und küsste

trägt mich an die Nordseeküste.

Ein und aus

Ein Morgen im November sacht erwacht

Tau auf dem Brückengeländer

nach einer langen Nacht

über dem Wasser

schlief der Nebel

bis eben

tief

scheint das Sonnenlicht

bricht im sanften Wellenschlag

Kräuselungen und Spiegelungen

an dem noch jungen Tag

starten Gänse schnatternd

ich lebe, was ich hab‘

vor mir mein

eig‘ner Atem

ein und

aus.

Atem der Verbundenheit

Ich liege verdeckt

im hoch geschossenen Gras

die Beine ausgestreckt

die Arme von mir gestreckt

mit geschlossenen Augenlidern

von innen rötlich gelb

das grelle Sonnenlicht wärmt

wie der weiche Boden

unter meinem Körper wiegt

leicht nachgibt

kitzelt der Atem der Natur

Verbundenheit

keine Grenze über mir

wach ich oder träum ich

zieht es mich empor

als würd‘ ich schweben

auf dem Rücken liegend

die Handflächen nach oben.

Podcast – Folgen 4 und 5 – Die spiegelnde Natur

Moin,

zwei neue Folgen meines Podcasts sind online.

Folge 4:

 

Folge 5:

Nicht wie versprochen am Donnerstag der letzten Woche, nicht einmal am gestrigen Donnerstag. Also doppelte Verspätung. Sorry. Aber dafür gibt es nun auch eine doppelte Folge. Und wieder up to date.

Yeah!

Worum es in den Podcasts ungefähr geht:

Ich trage die Gedichte der letzten zwei Wochen vor. Kennt der aufmerksame Leser zwar vom Blog, aber nicht so. Und eine Frage stelle ich euch jeweils auch noch. Also reinhören.

Danke.

Tue es gut!

Euer

Fritz Sebastian Konka

Rote Blätter einer Buche

Rote Blätter einer Buche

hängen tief herab,

streben gen Erde

mit sanfter Schwere

schaukeln vor und zurück,

unter ihnen das hohe Gras,

das ebenfalls im Winde wiegt,

das gen Himmel sieht,

sehnsüchtig nach Verbindung,

säße ich nicht hier,

stünde ich dort

im hohen Gras,

reckte mich,

auf nackten Zehenspitzen,

streckte mich,

so hoch ich könnte,

erreichte ich mit einer Hand

und letzter Kraft

vielleicht

einen Ast

und

seine Blätter.

Podcast – Folge 1 – Wer ich bin

Moin,

mein erster Podcast ist online. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist.

Yippie, yippie, yeah, yeah, yeah!!!

Oder was meint ihr?

Ich trage unter anderem drei meiner Gedichte („Pusteblumen“, „Tanz mit der Angst“ sowie „Gedankenkreise“) vor und erzähle etwas zu ihnen.

Will ich nun wöchentlich machen.

Einfach hier klicken:

Fritz Sebastian Konka · Podcast – Folge 1 – Wer ich bin

Danke fürs lesen, hören, kommentieren liken und kritisieren.

Euer

Fritz Sebastian Konka

Fließende Ruhe

Ich blicke auf die grünen Hügel der Vogesen,

Nebel steigt aus dem Tal herauf,

an die Scheiben peitscht der Regen.

Der Ofen wärmt, die Vögel zwitschern,

ich denke, an das Plätschern des Rheins,

an die Natur als Spiegel meines Seins.

Wie die Flüße fließen,

wie die Wolken ziehen,

wie die Hügel im Nebel verschwinden,

wie die Vögel weiterziehen.

So klar und so bewusst,

breitet sich in mir die Einsicht aus,

wahre Ruhe ist stets im Fluß.