Der Tollkühne

Er läuft in Richtung Klippe,

das Seil, geknotet um einen Baum,

fest in seinen Händen,

er wird doch nicht springen?

 

Er springt, weit raus,

er schwingt hinaus,

unter ihm nur Luft,

dann nichts, dann Wasser.

 

Nur eines ist gewiss,

reißt das Seil oder lässt er es los,

es wär sein Tod, das Wasser gleicht

aus dieser Höhe Stein.

 

Ich frage mich: „Muss das sein?“.

So ohne Not. Das Spiel mit dem Tod.

Ob er nicht anders will?

Ob er nicht anders kann?

 

Welch ein Glück das Seil hält,

er lässt nicht los

und schwingt elegant

zurück an Land.