Ein letzter Blick aufs Meer

Und das Schiff verlässt den Hafen,

wehmütige Freude

Möwen sitzen auf den Steinen

sehnsuchtsvolles Warten.

Die Sonne scheint, es regnet,

Tropfen fallen schwer.

die Möwen kreisen einen Bogen,

eine nur fliegt hinterher.

Eine Mutter klettert mutig

auf den Steinen bei starkem Wind

sie hält ängstlich an der Hand

ein vor Freude jauchzendes Kind.

Am Horizont verschwunden

der Kaffee auch fast leer,

ach, wären sie nur ungebunden,

ein letzter Blick aufs weite Meer.

Dieser schmale Pfad

Er wandert auf diesem schmalen Pfad,

der führt hindurch das hohe Gras,

in dem sie auf dem Rücken liegt

und in die Sonne sieht,

mit ausgestreckten Armen und

ausgestreckten Beinen.

Er geht an ihr vorüber,

ohne sie zu erblicken,

sie summt mit geschlossenen Lidern

seine Lieblingsmelodie,

gedankenverloren

schaut er in die Weite.

Jahre vergehen,

da geht er wieder diesen Weg,

er hört das Summen,

sie sieht, wie er dort steht.

Sommernachtsregen

Ich sitze am offenen Fenster

kurz vor Ende dieser heißen Sommernacht,

ich erwachte, weil der graublaue Himmel

sich öffnete weit und starken Regen herabschickte

aufs gelbe Gras vor mir, das lechzte

wie auch ich, so auch ich,

der nun statt im Bett zu liegen

mit freiem Oberkörper

und angewinkelten Beinen

an der Fensteröffnung sitzt.

Still stürzende Regentropfen

klopfen sogleich an mein pochendes Herz

wecken Sehnsüchte nach Zärtlichkeit

wie sie kussgleich meinen Körper bedecken

ob seicht spritzend von unten

zurückprallend von der Fensterbank,

ob weich prasselnd von oben

fallend wie von Himmelshand

Schon lässt der Regen nach.

Auf meine hinausgestreckten Arme

fallen nur noch vereinzelt Tropfen hernieder

nun wie Stiche einer unerfüllten Liebe.