Ein letzter Blick aufs Meer

Und das Schiff verlässt den Hafen,

wehmütige Freude

Möwen sitzen auf den Steinen

sehnsuchtsvolles Warten.

Die Sonne scheint, es regnet,

Tropfen fallen schwer.

die Möwen kreisen einen Bogen,

eine nur fliegt hinterher.

Eine Mutter klettert mutig

auf den Steinen bei starkem Wind

sie hält ängstlich an der Hand

ein vor Freude jauchzendes Kind.

Am Horizont verschwunden

der Kaffee auch fast leer,

ach, wären sie nur ungebunden,

ein letzter Blick aufs weite Meer.

Dieser schmale Pfad

Er wandert auf diesem schmalen Pfad,

der führt hindurch das hohe Gras,

in dem sie auf dem Rücken liegt

und in die Sonne sieht,

mit ausgestreckten Armen und

ausgestreckten Beinen.

Er geht an ihr vorüber,

ohne sie zu erblicken,

sie summt mit geschlossenen Lidern

seine Lieblingsmelodie,

gedankenverloren

schaut er in die Weite.

Jahre vergehen,

da geht er wieder diesen Weg,

er hört das Summen,

sie sieht, wie er dort steht.

Der Anfang oder das Ende

Er sitzt jeden Tag zur selben Zeit

allein auf der Bank im Park,

weil sie dann ihren

Abendspaziergang macht.

Als sie sich nähert,

er sieht sie bereits in der Ferne,

wie selbstbewusst sie geht,

fährt er sich unbewusst mit der

Hand durchs Haar.

Dann auf seiner Höhe nun,

lächelt er sie schüchtern an,

schon ist sie vorbeigegangen.

Mit ihr der schönste Moment

seines Tages.

Er sagt sich:

„Spricht sie mich morgen nicht an,

setze ich mich nicht mehr

auf diese Bank. Ich kann

nicht nur für ihr Lächeln leben.

So wunderbar es auch sein mag.“

 

Sie macht auch morgen,

wie jeden Tag,

zur selben Zeit,

ihren Abendspaziergang,

weil er dann auf der

Bank im Park sitzt.

Sie sieht ihn bereits aus der Ferne,

wie gelassen er dort sitzt.

Dann auf seiner Höhe nun,

lächelt sie ihn an, offener denn je,

schon ist sie vorbeigegangen.

Und damit der schönste Moment

ihres Tages.

Sie sagt sich:

„Morgen spreche ich ihn an. Es

war ein Lächeln, da bin ich mir sicher.

Er scheint schlicht schüchtern.

Wie er sich mit der Hand durchs Haar fährt.

Das mag ich. Sehr.“