Von einem Traum

In einer Höhle,

es ist finster,

stockfinster.

Ich habe Angst,

so viel Angst.

 

Verzerrte Gestalten tanzen,

purzeln, walten sinnlos,

es hallt, hallt, hallt.

Ich habe Angst.

so viel Angst.

 

Ich renne schnell und schneller,

sie kommen nah und näher,

sie lächeln, breit und breiter.

Ich habe Angst,

so viel Angst.

 

Sie kreisen mich ein.

Immer enger.

Ich möchte schreien,

Ich habe Angst,

so viel Angst.

 

Sie umarmen mich.

So liebevoll, fast zärtlich.

Ich wache auf.

Ich habe Angst,

so viel Angst.

An einem helllichten Tag

An einem helllichten Tag

lieg’ ich im hohen Gras,

ich schließe meine Augen.

Ein Gedanke fließt vorbei

an diesem heißen Tag

ich würd‘ ihm so gern glauben.

 

Ich liege nicht allein,

ich liege hier zu zweit,

schweigend der

Unendlichkeit entgegen.

 

Reden hieße Worte

Schweigen versetzt Orte,

vom hohen Gras Hand in

Hand in die Nacht zum Elbstrand.

 

Nackte Füße im Sand,

in den Ohren polternde Container,

in den Händen die wärmende Welt,

in den Augen leuchtende Lichter,

Trost und Sehnsucht spendend.

 

Schiffe senden ein letzten Gruß,

verabschieden sich dann schweigend,

schwimmen der Unendlichkeit entgegen,

sehnend nach Meerleben.

 

Ich liege dort allein,

ich liege nicht zu zweit,

schweigend der

Unendlichkeit entgegen.

 

An einem dunklen Tag

lieg’ ich im tiefen Sand,

ich schließe meine Augen.

Ein Gedanke fließt vorbei

an diesem kalten Tag

ich würd‘ ihm so gern glauben.

Liebevoll, dunkel, tief

Ich lehn an einem Baum,

es ist schon spät

an einer jungen Eiche.

Ich schweife ab in einen Traum,

es ist schon spät

an dieser alten Eiche.

 

Wie ich wandere, tief in einen Wald,

eine stumme Stille weist den Weg,

gönnt mir keinen Halt.

Eine schwache Stimme spricht:

„Bis zum Schlaf ist es noch weit.

Voran, voran, gönn dir keine Ruh!

Sieh zu! Verliere keine Zeit!“

Es ist einsam, dunkel, kalt.

 

Und ich gehe, tiefer und

tiefer, in diesen Wald,

die stumme Stille weist den Weg,

gönnt mir keinen Halt.

Es ist einsam, dunkel, kalt.

Die schwache Stimme spricht:

„Fast bist du da. Du bist ganz nah! 

Der Schlaf ist nicht mehr weit!

Gleich leg dich hin, gleich ruh dich aus

und nimm dir deine Zeit!“

 

Ich lehn an einem Baum,

es ist schon spät

an einer jungen Eiche.

Ich schweife ab in einen Traum,

es ist schon spät

an dieser alten Eiche.