Es wartet warmherzig der Sinn

Eben noch in wachen Träumen

schau ich in den Himmel blau

vereinzelt ziehen Wolken

zu schnell, um sie zu deuten.

Unscharf tanzt der Schnee

im Vordergrund und

unscharf meine Gedanken

im Hintergrund und

unscharf fällt der Schnee

kaum merklich

manch Flocke steht gar

im wehenden Wind

vor den noch kahlen Bäumen

weder erwachsen noch Kind

sehnsüchtig in leeren Räumen

wartet warmherzig der Sinn

eben noch in wachen Träumen

auf der Straße fährt wer Rad

zur Arbeit durch den Schnee

eben noch lag ich wach

wiegst mich nun in deinen Armen

wohin der Wind mich trägt

wiegst mich nun in deinen Armen

ohne, dass ich je versteh.

Auf der Fensterbank

Ich sitze auf der Fensterbank

mit einem Kaffee in der Hand

vorbei zieht Rauch

Wind drückt an die Scheibe

trägt mich in mein Elternhaus

wie oft wog er mich dort

in den Schlaf

wie oft trug er mich fort

lag ich wach

wie oft küsste er mich

sacht in die Nacht

trägt mich in meine Studentenstadt

wie ich den Wind

als ständigen Begleiter

im Süden misste

den Gegenwind

der mich kaum

noch kitzelte und küsste

trägt mich an die Nordseeküste.